Montag, 16. Juli 2007

Die Helden erreichen Kunchom (Praios 1019 BF)

Die namnlosen Tage hatten begonnen, als sich die Helden auf den Weg von Samra zu den Ruinen von Zamorrah machten. Thallian war begeistert von der Idee, schließlich lebten in Zamorrah einst die Magiermogule vom Gadang, von denen er so viel gelesen hatte. Er wollte etwas mehr über sie herrausfinden - und über das Auge in seinem Kopf. Alle anderen hielten die Idee, die Ruinen an den namenlosen Tagen zu betreten für gefährlich und überstürzt. Dennoch machten sie sich auf, um Thallian zu schützen. Eine Stunde aufenthalt mehr wollten sie ihm nicht zugestehen.

Das die Reise nach Zamorrah ein Fehler war, spürten vorallem Leomar und Janka. Nach etwa einer Stunde Fußmarsch erreichten die Helden Zamorrah. Ein Ruinenfeld in dem unzählige Knochen von Tieren lagen. Der Wind wirbelte den Sand an vielen Stellen auf. Fast schien es als bewegte sich eine dieser Verwirbelungen auf sie zu. "Möge der Herr Boron und der Herr Praios, sowie die anderen zehn uns schützen an diesem Ort. Mögen Borons Schwingen sich schützend über uns legen und Praios Bannstrahl alles dunkle von uns fernhalten" Bestimmt und wohlklingen klang Leomars stimme, als er das Schutzgebet sprach. Seine Augen jedoch verrieten, dass er nicht Herr seiner Sinne war. Dieser Eindruck verstärkte sich für Janka noch, als sie ihn nach dem Gebet fragte und er sich nicht daran erinnern konnte. Ein Pfiff riss beide aus ihrem Gespräch. Es war Bäromar, der began Befehle zu erteilen. Was vorher wie eine Sinnestäuschung wirkte, stellte sich nun als wirkliche Gefahr heraus. Der Sandwirbel kam auf sie zu, daran gab es keine Zweifel mehr. Und er wuchs zu einem halbmenschlichen Wesen heran, nur um vieles größer. Es griff in die Erde und riss Gestein und Knochen herraus. Mit großer Wucht schleuderte er es in Richtung der Helden. Bäromar fand hinter seinem Schild Schutz, Thallian teleportierte sich aus der Gefahrenzone und Leila wich den Felsmassen geschickt aus. Nur Janka und Leomar wurden von den Gesteinen und Knochen überrollt. Der Ritter prellte sich seinen Arm. Es entbrannte ein Kampf, beim dem Ritter und Magier im Schutze eines Guardianum kämpften und nach kurzer Zeit die Überhand gewannen.
Leila kümmerte sich um die Verletzten, Jankas Arm war vollkommen zertrümmert, ansonsten aber ansprechbar. Leomar hingegen ring mit dem Tode. Ein Felsbrocken musste seine Hüfte zertrümmert haben und er war Ohnmächtig geworden. Er musste innere Blutungen haben. Ein zweiter Felsbrocken flog auf Leomar und den Magier zu und nur Leila ist es zu verdanken, dass Leomar nicht ein Zweites mal vom Stein getroffen wurde. Der Magier teleportierte sich schnell fort, doch Leomar lag ohne Schutz da, als Leila sich katzenhaft auf ihn warf und zur Seite riss. Der Stein verfehlte beide nur um wenige Finger.
Als der Kampf von Ritter und Magier gewonnen wurden, brachten sie Janka, die schon vom Magier einen Balsam Salabunde auf ihren zertrümmerten Arm gesprochen bekam, und nur noch kleine Schmerzen verspürte, und Leomar, auf einen Schild gelegt in den Perainetempel.
Dort sollte sich die Priesterin Leomars Verletzungen annehmen. Damit war Leomar für die restlichen namenlosen Tage ans Bett gefesselt. Ein Balsam des Magiers richtete zuvor noch einige der zersplitterten Knochen. Tsa sei dank, dass Leomar diesen Unfall vollkommen unbeschadet überstanden hatte.

Leomar führte in der Zeit viele Gespräche mit der Al´Anfanischen Boronia. Er dachte viel über den Tod nach, dem er nur knapp entgangen war und brauchte dafür die seelische Unterstützung der Boronia. 4 Tage lang betete er den Großteil jedes Tages an Boron, um ihm dafür zu danken, dass er noch unter den Lebenden weilt.

Nach den namenlosen Tagen begaben sich die Helden nochmals zur Ruine von Zamorrah, entdeckten jedoch nichts Interessantes, ausser die Spitze eines ehemaligen Turmes. Scheinbar bestand die Stadt ursprünglich aus vielen hohen Turmkonstruktionen.

Noch am selben Tag, fuhren die Helden auf dem Manahdi weiter nach Kunchom. Auf der Reise schwiegen sich Bäromar und Leomar größtenteils an. Leomar hatte, nach Bäromars Meinung, einen Befehl missachtet und wurde deshalb zu Strafarbeiten gezwungen, die Leomar geduldig und schweigsam auf sich nahm. Leomar und Janka sollten nicht mehr mit zu den Ruinen aufbrechen, allerdings konnte Leomar seinen Herren nicht alleine gehen lassen. Er hatte große Angst davor, dass er Bäromar nie wieder sehen würde. Er entschloss sich daher nachzukommen, um seinem Herren im Kampf beizustehen, falls das Ungetüm noch da gewesen wäre. Leomar sieht also nicht ein, warum er einen Fehler begangen haben sollte, doch irgendetwas in oder an ihm lässt Leomar seine Strafe mit geduld und ruhe tragen.

Am fünften Tage nach Samra erreichten die Helden die Stadt Borbra, in der sie an Land gingen. Alle bis auf Leomar, der immer noch seine Strafe geduldig hinnahm. Am siebten Tag der Reise, fuhren sie in den Hafen von Kunchom ein. Sie hatten die Stadt mit den vielen kalkweißen Mauern und Türmen erreicht.

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